Blog-Übersicht > > Digitalisierung im Krankenhaus: in großen Schritten aufholen

Das Gesundheitswesen stand selten so sehr im Fokus wie im Jahr 2020. Hier kommt die Cloud ins Spiel. Denn die langfristig angesetzte Digitalisierung des Gesundheitssystems ist heute nicht nur Politikum, sondern für effiziente Handlungsfähigkeit notwendig.

SAP-Lösung für das Gesundheitswesen

Die Medien berichten von Faxgeräten, die in Kliniken, Laboren und Gesundheitsämtern im Dauereinsatz sind, oder von der aus dem Boden gestampften Tracing-App des Gesundheitsministeriums: Die Digitalisierung im Gesundheitssektor wird zu einem der wichtigsten Themen der aktuellen Berichterstattung. Der Stand der Vernetzung und die Zahl freier Intensivbetten in Kliniken ist Thema in den Abendnachrichten.

Millionen Bürger verfolgen täglich aktualisierte Datensätze aus dem Gesundheitssystem. Dies ist ein Szenario, das vor einem Jahr noch undenkbar erschien. Die digitale Vernetzung von Testlaboren, E-Health-Schnittstellen und möglichst schnelle Testergebnisse auf dem Smartphone sind Tagesthema und erfahren bundesweite Aufmerksamkeit.

Zudem spielt das Thema Digitalisierung – angetrieben durch Corona – in vielen weiteren Branchen eine große Rolle.

Stand der Dinge im digitalen Gesundheitswesen

Bisher steckte das Gesundheitswesen noch im Digitalisierungsschlaf: Die Branche lag im Jahr 2019 laut dem „Digitalisierungsindex Mittelstand“ noch im Mittelfeld deutscher Unternehmen und Organisationen. Bei 42 Prozent der Unternehmen findet inzwischen digitaler Informationsaustausch statt.

52 Prozent der befragten Gesundheitseinrichtungen sagen, dass sie digitale Wege für fachlichen Informationsaustausch nutzen. Jetzt digitalisiert sich der gesamte Healthcare-Sektor unter dem Brennglas und unter den Augen der gesamten Öffentlichkeit. Es sind nicht nur die Pandemie und politische Anforderungen, die Klinikbetreibern Druck zur Digitalisierung machen.

Zusätzlich drängen gesetzliche Vorgaben Gesundheitsanbieter zur Digitalisierung: Bis zum 1. Januar 2021 sollen Krankenhäuser sich an die Telematikinfrastruktur des Gesundheitssystems anschließen.

E-Health: Projekte und Maßnahmen

Unter dem Stichwort E-Health treibt die Bundesregierung, beziehungsweise das Gesundheitsministerium die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran – oder schafft damit einen Rahmen für die praktische Ausgestaltung. Ein bestehendes Beispiel ist die elektronische Gesundheitskarte. Bis 2025 sollen zahlreiche weitere digitale Projekte und Innovationsthemen vorangetrieben werden.

Ab dem ersten Januar 2021 sollen Krankenkassen ihren Versicherten eine digitale Patientenakte zur Verfügung stellen. Zugleich ist das elektronische Rezept auf dem Weg. Darüber hinaus sollen nach und nach sämtliche Dokumentationsmittel und Nachweise digitalisiert werden: vom Impfausweis bis hin zum Bonusheft für Zahnvorsorge. Das bedeutet: Klinikbetreiber müssen bereits die Grundlagen dafür schaffen, die zukünftigen gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Die speziellen Herausforderungen der Kliniken

Die Herausforderungen und Ziele in Kliniken ähneln jenen in der Wirtschaft: Auch hier ist Informationsmanagement, effektive Ressourcenplanung, Prozessbegleitung und Budgetüberwachung nötig – mit zusätzlichen spezifischen Komplikationen wie der rechtssicheren Abrechnung mit sehr unterschiedlichen Kostenträgern.

Nehmen wir die Fallbetreuung eines Patienten als ein Beispiel: Hier entsteht eine lange Datenkette aus Besuchsprotokollen, Patientendaten, Diagnosen, Behandlungsdokumentation und internen Überweisungen. Patienten gehen bis zu ihrer Entlassung einen langen Weg. Akutmedizin und Reha-Leistungen unterscheiden sich bei der Abrechnung beispielsweise vollständig. Jede einzelne Behandlung erzeugt eine Menge administrativen Overhead und viele potenzielle Kommunikationsfehler im System.

Krankenhausbetreiber suchen deshalb nach Möglichkeiten, diesen administrativen Aufwand zu reduzieren beziehungsweise zu automatisieren. Das sorgt für Bürokratieabbau und hilft den Fachkräften in Kliniken, sich ganz auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren. Digitale Fallakten helfen dabei, potenzielle Fehlerquellen deutlich zu reduzieren und Prozesse digital abzubilden, klar zu strukturieren und zu verschlanken.

Erfordernisse bei IT-Sicherheit und allgemeinem Datenschutz sowie die speziellen Anforderungen an Patientendatenschutz können Innovationsprojekte in vielen Organisationen verhindern, wenn die rechtssichere Umsetzung von Projekten mit den eigenen Mitteln als sehr große Hürde empfunden wird.

Der SAP-Spezialist GITG aus Hamburg bietet passgenaue Softwarelösungen speziell für Reha- und Akutkliniken. Bei plusserver erhalten Kliniken in Kooperation mit GITG ein Gesamtpaket aus Software und Infrastruktur.

Keine Digitalisierung ohne Infrastruktur und Ressourcen

In der Praxis setzen viele Krankenhausbetreiber bisher auf eine eigene IT-Infrastruktur in Eigenverwaltung durch eine überschaubare IT-Abteilung. Dies verspricht ein hohes Maß an Kontrolle und Sicherheit. Tatsächlich kämpft diese Ausgangslage mit mangelnder Flexibilität und Skalierbarkeit.

Digitalisierungsprojekte vollständig auf eigener Hardware im sprichwörtlichen „eigenen Keller“, beziehungsweise dem eigenen kleinen Rechenzentrum umzusetzen, ist für die meisten Gesundheitsanbieter kaum möglich. Der Aufwand für Personal und Investitionen ist für Gesundheitsträger schlicht kaum zu stemmen. Hier sind spezialisierte Dienstleister ein Teil der Lösung:

Partner für Infrastruktur und konkrete Lösungen, die Organisationen die gesuchten strategischen Möglichkeiten eröffnen. Nur mit einer skalierbaren, robusten Infrastruktur entstehen belastbare digitale Systeme, die Prozesse und Dokumentation digitalisieren können. Bleiben wir bei der Patientenverwaltung im Krankenhaus als Beispiel. Hier existieren bereits heute maßgeschneiderte Lösungen, mit deren Hilfe die gesamte Fallabwicklung in Krankenhaus oder Rehaklinik abgebildet und gesteuert wird. Von der Aufnahme bis zur Entlassung und der Abrechnung der Leistungen.

Maßgeschneiderte Lösungen für Kliniken

Gemeinsam mit dem Spezialisten GITG bietet der Managed Cloud Service Provider plusserver eine umfassende Softwarelösung für Akut- und Reha-Kliniken. Diese setzt auf SAP auf und kann sowohl im eigenen Rechenzentrum oder in der hauseigenen DSGVO-konformen pluscloud betrieben werden.

Damit können Klinikbetreiber die gesamte Falldokumentation digital abwickeln, die Bettendisposition steuern, die digitale Fallakte verwalten und alle Prozesse direkt an die Buchhaltung und das CRM anbinden. plusserver ist Infrastrukturpartner des SAP-Spezialisten GITG und unterstützt bei der Implementierung und beim Betrieb der Lösung.

Der Provider schafft hier die SAP-Basis für die Klinik-Verwaltung und konfiguriert diese Infrastruktur aus Hardware und SAP-Landschaft.

Digitalisierung für das Gesundheitswesen

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