E-Commerce: Ist Ihr Shop für Weihnachten gerüstet?

Für niemanden kommt Weihnachten überraschend – und schon gar nicht für den E-Commerce. Daher fangen Online-Shop-Betreiber meistens schon mit ihren Vorbereitungen an, bevor die ersten Lebkuchen in den Regalen zu finden sind. Aber haben Sie auch wirklich an alles gedacht? Was ist mit Ihrer IT und Ihrem Shopsystem? Unsere kleine Checkliste gibt Ihnen nützliche technische Tipps abseits der üblichen Ratgeber.

Tipp 1: Es ist ein Patch entsprungen

So banal es auch klingen mag: Sorgen Sie für ein ordentliches Patchmanagement und stellen Sie so sicher, dass Ihre Plattform immer auf dem neusten Stand ist – nicht nur zu den Feiertagen. Dies hilft Ihnen unter anderem dabei, Sicherheitslücken sofort zu schließen und Schadsoftware auf Ihren Systemen zu verhindern. Zudem ist so eine optimale Funktionalität Ihres Online-Shops gewährleistet und Sie kommen nicht in die Verlegenheit, kurz vor knapp noch stundenlang die Updates der letzten Monate zu installieren.

Tipp 2: Oh CDN, oh CDN, weltweit sind deine Knoten

In Ihrem Online-Shop präsentieren Sie Ihre Waren so anschaulich wie möglich. Denn das macht Lust auf Weihnachtshopping fernab des innenstädtischen Trubels. Doch wo umfangreicher Content in Form von Videos, Animationen und interaktiven Elementen ins Spiel kommt, können sich die Ladezeiten Ihrer Seiten schnell erhöhen. Insbesondere dann, wenn aus allen Teilen der Welt auf Ihren Shop zugegriffen wird. Entlasten Sie daher Ihre Systeme, indem Sie ein Content Delivery Network (CDN) nutzen. Ein CDN arbeitet mit weltweit verteilten Knotenpunkten, an denen Ihr Content gespiegelt vorgehalten wird. So kann jede Abfrage schnellstmöglich bedient werden.

Funktionsweise eines CDN
Bei einem CDN kommen neben den Servern (Origin-Server) der zentralen Hosting-Plattform weitere Server (Replica-Server) zum Einsatz.

Tipp 3: Advent, Advent, der Server brennt

Ob Ihre Infrastruktur tatsächlich Feuer fängt oder nur im übertragenen Sinne die Leitungen heiß laufen: Überwachen Sie Ihre Systeme rund um die Uhr mithilfe eines professionellen Monitorings. So erkennen Sie einerseits Ausfälle frühzeitig und können unmittelbar darauf reagieren. Andererseits haben Sie die Auslastung Ihrer Server im Blick, um bei Lastspitzen schnell genug weitere Ressourcen hinzuzuziehen. Wenn Sie Ihre Infrastruktur bei einem Managed-Hosting-Anbieter betreiben, kümmert sich dieser für Sie 24/7 um die Überwachung und Verfügbarkeit Ihrer Systeme. Dies lässt Ihnen mehr Zeit für einen erfolgreichen E-Commerce.

Tipp 4: Ihr Kundenlein, kommet!

Apropos Lastspitzen: Natürlich möchten Sie so viele Kunden wie möglich auf Ihre Produkte aufmerksam machen und in Ihren Online-Shop locken. Doch kann der große Ansturm nach einer Werbekampagne Ihre Server unter Umständen in die Knie zwingen, wenn Sie nicht auf die höheren Besucherzahlen vorbereitet sind. Daher gilt es, rechtzeitig gemeinsam mit Ihrem Hoster ein Konzept zu entwickeln, um Lastspitzen wirkungsvoll abzufangen. Ein mögliches Szenario ist dabei eine hybride Lösung, die Ihre bisherigen Ressourcen um flexible Rechenleistung aus einer Public Cloud ergänzt. Die Cloud-Ressourcen werden nur nach Bedarf genutzt und abgerechnet, wodurch sich diese Lösung recht wirtschaftlich gestaltet.

Frau mit Tablet suft im Online-Shop
Gemütlich vom Sofa aus shoppen statt Gedränge in der City – doch die Erreichbarkeit und Leistung des Shops müssen stimmen.

Tipp 5: Leise rieselt der Angriff

Leider geht in der Vorweihnachtszeit auch nicht alles friedvoll und beschaulich zu. Denn jetzt wittern Cyberkriminelle ebenfalls ihre große Chance auf das große Geld. Und zwar auf erpresste Bitcoins. Um an diese zu gelangen, drohen sie mit DDoS-Angriffen (Distributed Denial of Service), die einen Online-Shop vorübergehend unerreichbar machen. Das ist besonders in der Weihnachtszeit ärgerlich, in welcher der Onlinehandel rund 25 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaftet. Ist die gewünschte Seite nicht erreichbar, geben die Kunden geben entnervt auf und kaufen bei der Konkurrenz. Im schlimmsten Fall erleidet die Marke einen bleibenden Reputationsverlust. Die rechtzeitige Buchung einer DDoS-Schutzlösung sorgt jedoch dafür, dass Sie sich entspannt zurücklehnen und alle Erpresserschreiben in den Papierkorb versenken können. Noch ein Tipp: Verlassen Sie sich nicht allein auf die Basis-Schutzlösung im Rechenzentrum Ihres Hosters. Diese dient dem Schutz der gesamten Infrastruktur und leistet keine Garantie für den einzelnen Kunden, dass seine Seiten bei einem Angriff verfügbar bleiben.

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Tipp 6: Stille Nacht? Eilige Nacht

Was auch immer die Erreichbarkeit Ihres Online-Shops stören mag, eine saubere Eskalationsmatrix sorgt dafür, dass der richtige Ansprechpartner zur richtigen Zeit kontaktiert wird und sich sofort des Problems annimmt. Welcher Ihrer IT-Mitarbeiter ist beispielsweise zuständig, wenn ein Server ausfällt? Wen müssen Sie bei Netzwerkstörungen kontaktieren? Verschaffen Sie sich einen Überblick, wen Sie nachts aus dem Bett klingeln können, wenn Ihre Kunden vor verschlossenen Online-Shop-Türen stehen. Wenn Sie Ihre Shop-Plattform bei einem Managed-Hosting-Anbieter betreiben, wird er Ihnen ebenfalls zu Ihrer Information eine Eskalationsmatrix zur Verfügung stellen. Jedoch sorgt dann der Anbieter proaktiv für eine Störungsbehebung, ohne dass Sie selber die Eskalation anstoßen müssen.

Tipp 7: O Heiland, reiß die Himmel auf

An Katastrophen mag an Weihnachten niemand so recht denken. Aber was wäre, wenn es doch einmal zu einem Totalausfall Ihres Rechenzentrums oder einer großflächigen Störung im Internet käme? Wer in solchen Fällen dennoch seinen Umsatz sichern möchte, der greift auf eine Disaster-Recovery-Lösung zurück. Dabei werden sämtliche Daten und Anwendungen eines Servers auf einem Disaster-Recovery-System gespiegelt und können im Falle eines Falles auf Knopfdruck wiederhergestellt werden. Besonders bequem und zugleich kostengünstig sind dabei sogenannte DRaaS-Lösungen (Disaster Recovery as a Service) aus der Cloud.

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Tipp 8: Morgen, Kinder, wird‘s was geben

Fast überflüssig, dies noch zu erwähnen, aber der Vollständigkeit halber nehmen wir es doch mit auf: Denken Sie auch an den großen Ansturm nach den Feiertagen. Dabei spielt nicht nur die berüchtigte Retouren- und Umtauschwelle eine Rolle. Auch die Urlaubszeit und dunklen Winterabende tun ihr Übriges, um den einen oder anderen Shoppingtrip vom Sofa aus zu begünstigen. Dies bedeutet sowohl für Ihre Mitarbeiter als auch für Ihre Infrastruktur nochmals eine große Herausforderung.

Oh, du fröhliche!

Welche Waren Sie wann und wie am besten präsentieren und wie Sie Ihre Kunden in den Shop bringen, wissen Sie sicherlich selber am besten. Jedoch gehört die Technik hinter dem ganzen Zauber unter Umständen nicht zu Ihren Kernkompetenzen. Mit unseren Tipps können Sie jedoch lange Wartezeiten, Ausfälle, unzufriedene Kunden, Umsatzverluste etc. in Ihrem Online-Shop vermeiden. Und wenn Sie zu einigen Punkten noch Beratung benötigen, stehen Ihnen die Experten von PlusServer gerne zur Seite.

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