Die Cloud als Schlüssel für IT-Modernisierung

Moderne IT ist geprägt von Cloud Computing. Das bringt Vorteile bei Skalierbarkeit, Ressourcennutzung und Administration.


Das klassische Rechenzentrum im Eigenbetrieb hat in vielen Unternehmen seine goldenen Zeiten hinter sich. Laut einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom setzen 2021 82 Prozent der deutschen Unternehmen auf Cloud Computing – 2019 war es bereits jedes dritte Unternehmen (76 Prozent). In wohl keiner Branche wird nicht über den Umzug in die Cloud oder zumindest eine Einbeziehung von Cloud Services in eine zeitgemäße IT-Landschaft nachgedacht. Und viele Unternehmen haben bei näherem Hinsehen ohnehin schon eine Schatten-IT in Form von mehr oder weniger heimlich genutzten oder durch Vorgesetzte geduldeten Cloud-Ressourcen, die Mitarbeitende beispielsweise für Spezialanwendungen oder Testumgebungen implementiert haben.

Laut einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom setzen 2021 82 Prozent der deutschen Unternehmen auf Cloud Computing.

Für viele Unternehmen gibt es daher gute Gründe, den Abschied vom eigenen klimatisierten Rechenzentrum im Keller einzuläuten oder zumindest die Cloud innerhalb einer modernen IT-Strategie mitzudenken. Denn einen Modernisierungsdruck und Renovierungsstau gibt es auch in der IT: Unternehmen, die ihre IT-Architektur nicht auf eine moderne Basis stellen, werden über kurz oder lang mit den Anforderungen des Marktes nicht mehr mithalten: Weil es mit der Legacy IT nicht mehr möglich ist, bestimmte moderne Technologien und Anwendungen zu nutzen, weil sich Services nicht skalieren oder umshiften lassen und weil nach und nach die Mitarbeitenden fehlen, die bestimmte alte Technologien bedienen und administrieren können. Und weil es nicht nur um IT-Modernisierung, sondern auch um Flexibilisierung der Unternehmensabläufe geht, hat all das auch Auswirkungen auf andere Unternehmensbereiche, die über die IT hinausgehen.

Denn für die Cloud – egal in welcher Ausprägung – spricht vor allem das Mehr an Flexibilität und Elastizität. Unternehmen können, resultierend aus dem On-Demand-Prinzip, Ressourcen einfach hinzubuchen und Services in anderen Regionen verfügbar machen. So lassen sich insbesondere saisonale oder regelmäßige Spitzenbedarfe innerhalb einer IT-Infrastruktur abfedern. Das trägt dazu bei, die Zugriffszeiten und die Performance zu optimieren und ein Maximum an Agilität und Skalierbarkeit zu erzielen. Doch es gibt auch Gründe im Zusammenhang mit der Administration, die für eine moderne Cloud-Infrastruktur sprechen: Etablierte und über Jahre gewachsene Datacenter-Infrastrukturen sind in vielen Fällen für den Admin kaum noch zu bewältigen und schwer zu orchestrieren.

Der Wechsel in die Cloud lässt sich nach und nach vollziehen

Ein Unternehmen, das sich für das Cloud-Thema entscheidet, muss diesen Schritt nicht von einem Tag auf den anderen vollziehen und sollte hierfür einen geeigneter Partner finden. Dieser kann im Rahmen der Strategieentwicklung mit der nötigen Erfahrung beraten und eine Vielzahl an Cloud-Produkten sogar selbst anbieten. So verläuft eine Migration in geordneten Bahnen, weil ein guter Dienstleister vorab in Kooperation mit der Unternehmens-IT erarbeitet, welche Cloud-Strategie im konkreten Fall am besten für die jeweilige Organisation geeignet ist. Am Anfang einer erfolgreichen Cloud-Migration steht dabei stets eine umfassende Bestandsaufnahme, verbunden mit der Analyse der vorhandenen IT-Ressourcen und der Bestimmung, welche Variante einer Cloud-Infrastruktur die richtige ist.

Bei einer Hybrid-Cloud-Lösung werden Teile der eigenen Infrastruktur beibehalten und mit einer Public Cloud kombiniert.

Unternehmen haben hier nämlich mehrere Möglichkeiten: Sie können sich entweder für eine reine Cloud-Infrastruktur entscheiden und haben hier die Wahl zwischen einer Private Cloud oder Public Cloud. Sie können aber auch eine Hybrid-Cloud-Lösung wählen, bei der Teile der eigenen Strukturen beibehalten werden und mit der Cloud zusammenarbeiten. Zudem entscheiden sich vor allem größere Konzerne immer häufiger für eine Multi-Cloud-Lösung mit mehreren Playern. Laut der techconsult-Studie „Status quo und Entwicklungen auf dem deutschen Cloud-Markt“ setzt mehr als ein Drittel der Befragten, die bereits die Cloud nutzen oder dies planen, auf eine Private Cloud. Ca. 20 Prozent bevorzugen eine reine Public Cloud, während immerhin jedes vierte Unternehmen (25 Prozent) eine Multi-Cloud-Lösung bevorzugt. Mit entsprechenden Cloud-Management-Plattformen und einem Software Defined Datacenter unterscheidet sich die Administration dabei kaum von der eines klassischen Rechenzentrums.

Letztlich hängt die individuell passende Lösung aber immer von den eigenen Anforderungen ab, vor allem auch in Hinblick auf die Sensibilität der Daten und deren Schutzwürdigkeit. Hybride Lösungen oder Cloud-Ressourcen in DSGVO-konformen Rechenzenten in Deutschland bieten optimale Bedingungen bei hohen Datenschutzvorgaben. So ist es auch Unternehmen aus stark regulierten Umfeldern wie dem Banking möglich, ihre Anwendungen in die Cloud zu verlegen.

 

Anwendungen auf dem Cloud-Prüfstand

Doch die Infrastruktur selbst ist nur ein Teil der Cloud-Transformation. Denn im Rahmen eines Setup-Prozesses wird entschieden, welche der zahlreichen über die Jahre gewachsenen Services und Anwendungen sich als erstes in die Cloud umziehen lassen. Hier beginnen Unternehmen für gewöhnlich mit dem Sammeln von Erfahrungen, indem Sie unkritische Services und solche, die keine 24/7-Verfügbarkeit voraussetzen, umziehen und danach sukzessive die entscheidenden Anwendungen migrieren.

Dabei gilt: Wer Services nur 1:1 in die Cloud verschiebt, verschenkt Potenzial. Denn im Zuge einer Anwendungsmodernisierung sollte eine Konsolidierung stattfinden. Dabei können Unternehmen entscheiden, welche der Services sie nativ neu aufsetzen, welche innerhalb einer virtuellen Maschine laufen sollen und welche Anwendungen man zusammenlegt oder gleich auslaufen lässt.

Weniger Administrations-Aufwand und automatisierte Updates

Die Chancen, die eine Cloud-Strategie für Unternehmen bietet, sind vielfältig – und reichen von flexiblerer und gut auf die Anforderungen der Organisation anpassbarer Infrastruktur bis hin zu deutlich weniger Administrationsaufwand. Sämtliche relevanten Updates und Patches lassen sich im Optimalfall an den Cloud Provider auslagern. Auch Kostenstrukturen lassen sich mit entsprechenden Vorkehrungen im Blick behalten. Sicherheitstechnisch besteht sogar weniger Grund zur Besorgnis als beim klassischen Rechenzentrum. Denn bei sämtlichen Cloud-Anbietern steht das Sicherheitsthema ganz oben auf der Agenda und ist zugleich ein Asset, das über die das Vertrauen oder die Ablehnung der Unternehmen entscheidet wie kaum ein anderes Thema.

Dabei sorgen umfangreiche hochspezialisierte IT-Security-Teams für die aktuelle Kenntnis sämtlicher Herausforderungen in Sachen Sicherheit und Privatsphäre. All das setzt allerdings einen erfahrenen Partner in der Strategie und Umsetzung voraus, der das Unternehmen vor teuren Fehlern bewahrt und eine speziell auf das Modell abgestimmte Strategie entwickelt.

Bei sämtlichen Cloud-Anbietern steht das Sicherheitsthema ganz oben auf der Agenda.

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