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Februar 2021 // Pressemitteilung

Repräsentative Studie: Multi-Cloud setzt sich durch und lässt Bedarf an Orchestration-Lösungen wachsen

  • In den nächsten zwei Jahren sehen rund drei Viertel der Befragten einen deutlichen Trend Richtung Multi-Cloud
  • Höhere Performance und Geschwindigkeit sowie Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit werden als Hauptgründe für den Trend zur Multi-Cloud angeführt

Ob Public, Private oder Multi-Cloud – Cloud-Computing als Basis für eine flexible und anpassungsfähige IT-Infrastruktur ist für viele Unternehmen ein essentieller Baustein des Unternehmenserfolgs. Dabei wird der Anteil von Multi-Cloud-Lösungen in den nächsten zwei Jahren zunehmen. Dies ist das Ergebnis einer von plusserver beauftragten Studie des Analyse- und Marktforschungsinstituts techConsult. Vor allem die Verfügbarkeit, Ausfallsicherheit und Geschwindigkeit der Infrastruktur werde den Bedarf nach Cloud-Lösungen wachsen lassen, so das Stimmungsbild der Befragten.

Status quo – Große Unterschiede bei der Cloud-Nutzung

Alle befragten Unternehmen geben an, aktuell oder in den nächsten zwölf Monaten Private, Public, Hybrid oder Multi-Clouds einzusetzen. Damit sind Clouds aus der aktuellen Unternehmenswelt nicht mehr wegzudenken. Mit knapp 36 Prozent ist das Modell Private-Cloud-Only derzeit am beliebtesten. Ein Viertel der Unternehmen setzt auf Multi-Cloud-Lösungen, und mit 24 Prozent setzen fast ebenso viele Unternehmen auf Hybrid-Clouds. Je nach Unternehmensgröße ergeben sich allerdings deutliche Unterschiede: So setzen knapp ein Drittel (32 Prozent) aller Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern vor allem auf Hybrid-Clouds.

Die unternehmensspezifischen Unterschiede zeigen sich auch in der Zusammensetzung von Hybrid-Clouds: In Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten sind On-Premise-Lösungen kaum noch vertreten. Weniger als jedes fünfte Unternehmen dieser Größenklasse nutzt On-Premise. Unter Betrieben mit 50 bis 249 Beschäftigten sind es hingegen fast die Hälfte (48 Prozent). 47 Prozent der Unternehmen, die auf eine Multi-Cloud-Infrastruktur setzen, geben an, auf zwei Cloud-Anbieter zurückzugreifen. Etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) setzt auf drei Cloud-Anbieter, 16 Prozent der Befragten auf vier Cloud-Anbieter. Von den Unternehmen mit 500-999 Beschäftigten favorisiert knapp die Hälfte (46 Prozent) ein Quartett für ihre Multi-Cloud Infrastruktur.

Geschäftskritische Applikationen wie ERP- oder CRM-Systeme werden von rund drei Viertel der Befragten vollständig (27 Prozent) oder teilweise (50 Prozent) in einer Public Cloud betrieben. Ein Viertel (24 Prozent) lehnen es ab, diese in der Public-Cloud zu betreiben.

Generell lassen sich zwei Haupttrends für Cloud-Infrastrukturen ablesen: Ein Drittel (33 Prozent) der Befragten rechnet mit einer Fokussierung auf einen einzelnen Anbieter, um spezifische Vorteile voll auszunutzen und Komplexität zu reduzieren. Ein knappes weiteres Drittel (30 Prozent) geht davon aus, dass die Entwicklung von anbieter- bzw. plattformübergreifenden Architekturen, etwa durch den Einsatz von Container-Technologien, zunehmen wird.

Zwei-Jahres-Ausblick: Der Trend Richtung Multi-Cloud

Auf die Frage, wie sich der Anteil der Multi-Cloud-Lösungen in Unternehmen insgesamt verändern wird, sind sich die Befragten einig: Mit 72 Prozent gehen rund drei Viertel der Befragten davon aus, dass in den nächsten zwei Jahren der Multi-Cloud-Anteil in Unternehmen zunehmen oder stark zunehmen wird. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) rechnet mit einem gleichbleibenden Anteil der Multi-Cloud in den kommenden zwei Jahren. Nur eine absolute Minderheit (ein Prozent) geht davon aus, dass der Anteil der Multi-Cloud-Architektur in Zukunft abnehmen wird.

Jeder zweite Befragte (51 Prozent) gibt als Hauptgrund für die Nutzung verschiedener Cloud-Anbieter eine höhere Performance und Geschwindigkeit an, dicht gefolgt von einer höheren Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit (35 Prozent). Zudem werten rund 35 Prozent der Befragten die mögliche Erweiterung der bestehenden Cloud-Umgebung als einen entscheidungsrelevanten Aspekt. Für jeden dritten Befragten (33 Prozent) spielt es eine wichtige Rolle, Vendor Lock-ins zu vermeiden.

Die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass sich durch den Einsatz einer Multi-Cloud-Architektur die Flexibilität und Agilität der IT-Infrastruktur stark bis sehr stark erhöht, ebenso die Performance und Verfügbarkeit der IT-Strukturen.

Herausforderungen meistern durch Cloud-Orchestration

Gleichzeitig sehen Unternehmen auch Herausforderungen, die sich beim Einsatz einer Multi-Cloud-Lösung ergeben. Dazu gehört die Sicherheit des Datenaustausches zwischen unterschiedlichen Cloud-Diensten und -Plattformen sowie ein hoher Managementaufwand. Rund 44 Prozent der Befragten sehen beides als große bis sehr große Herausforderung, dicht gefolgt vom Verwaltungsaufwand. Die Verwaltung der Cloud-Kapazitäten erfolgt bei dem überwiegenden Anteil (56 Prozent) teils automatisiert, bei 29 Prozent vollkommen automatisiert.

Viele Unternehmen sehen einen wachsenden Bedarf an Cloud-Orchestration, also einer effizienten Verwaltung der Verbindungen und Interaktionen zwischen Workloads in einer Cloud-Infrastruktur. 45 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen setzen Cloud-Orchestrierungslösungen bereits ein und 46 Prozent planen den Einsatz in den nächsten zwölf Monaten. Als wichtigste Gründe werden die Kontrolle der Kapazitäten (56 Prozent) sowie eine effiziente Überwachung und Einhaltung von Compliance- und Sicherheitsrichtlinien (54 Prozent) angesehen. Auch die mit der Orchestrierung verbundene Steigerung der Verfügbarkeit spielt für IT-Verantwortliche eine wichtige Rolle. 53 Prozent schätzen die Überwachung des Funktionszustands von System und Anwendungen und 52 Prozent die frühzeitige Problemerkennung und -vermeidung der Cloud-Umgebung als wichtigen Nutzen von Cloud-Orchestrierungsplattformen ein.

Die Resultate zeigen, dass eine gut geplante und zentral gesteuerte Multi-Cloud-Strategie in Zukunft die Grundlage einer agilen und flexiblen IT-Infrastruktur ist. Dabei werden die vielschichtigen Aspekte der Security, Kapazitätsüberwachung und der sinnvollen Orchestrierung der Cloud-Dienste durch Softwarelösungen oder externe Dienstleister eine zentrale Rolle einnehmen.

Befragt wurden (im Zeitraum 22.10.-29.10.2020) 202 Unternehmen mit einer Mitarbeitergröße von 50 bis 1000 oder mehr aus unterschiedlichen Branchen, darunter Industrie, Handel, Dienstleistung oder Banken und Versicherungen.

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Inga Richrath

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