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05.04.2024

VMware-Übernahme durch Broadcom: Das müssen Sie jetzt wissen

Manuel Ohnacker
Rund um das Thema VMware gibt es aktuell einige Marktveränderungen, die zu Bedenken und Unsicherheiten bei Kunden und Partnern führen. Wir beleuchten die aktuellen Entwicklungen und geben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Viel ist berichtet worden in den vergangenen Wochen und Monaten zu den Entwicklungen bei VMware nach der Übernahme durch Broadcom. Doch ist die Aufregung überhaupt berechtigt? Und was bedeuten die Veränderungen konkret für Kunden? Klar ist, dass VMware-Technologie heute ein zentraler Bestandteil vieler IT-Infrastrukturen ist und umfassende Virtualisierungsoptionen für Compute, Storage und Netzwerk bietet, auf die mehr als 90 Prozent der Unternehmen für ihre Workloads angewiesen sind.

Was ändert sich bei VMware durch die Umstellung von Broadcom konkret?

Broadcom fokussiert mit „VMware by Broadcom“, wie die Produktfamilie nun offiziell heißt, das Enterprise-Kundensegment und den Aufbau beziehungsweise die Modernisierung von Private-Cloud-Umgebungen. Dafür wird stark in den VMware Cloud Foundation (VCF) Stack investiert.

Unser Ansatz - plusserver wird Pinnacle Partner

Unsere pluscloud VMware setzt in ihrer Architektur bereits heute auf die Fokustechnologie VCF. Daher sind unsere pluscloud-VMware-Kunden von den Veränderungen weniger betroffen. Unsere Ausrichtung auf diese Technologie ist auch der Grund, warum wir als plusserver zu den von Broadcom ausgewählten Cloud Service Providern gehören. Nach der Kündigung sämtlicher Partner durch Broadcom/VMware haben wir den höchsten VMware-Partnerstatus erhalten. plusserver wird zukünftig “Pinnacle Partner” sein – mit diesem Status werden weltweit nur 100 Partner ausgezeichnet, in Deutschland sind es sogar weniger als zehn.

Broadcom_Pinnacle_Partner
Was dem Strategiewechsel von Broadcom zum Opfer fällt, sind die unbefristeten Softwarelizenzen (Perpetual Licenses) sowie die damit einhergehenden Support-Verträge (SnS – Support and Subscription). Beide laufen aus und werden ab sofort nicht mehr zum Kauf angeboten. Für Unmut sorgte hier neben Preisänderungen auch die Kurzfristigkeit der Ankündigung beziehungsweise Umsetzung. Schon zum 1. April wurden die Änderungen im Preis- und Lizenzmodell wirksam.

Kurz zusammengefasst bedeuten die Schritte von Broadcom insgesamt eine Abkehr von einem Lizenz- hin zu einem Abonnement-Modell. Kunden von VMware haben künftig nicht mehr die Möglichkeit, einzelne Lizenzen für Services zu erwerben, sondern müssen diese in einem vordefinierten Abo beziehen.

Die Herausforderung der neuen VMware-Lizenzierung

Ungeachtet der Frage, ob Abos den einzelnen Lizenzen gegenüber Vor- oder Nachteile bieten, beschäftigt Unternehmen derzeit vor allem das Thema Kosten. Und hier wird es knifflig: Zum einen hat Broadcom angekündigt, dass die Preise für die Produktpakete teilweise sinken werden. Andererseits ändert sich die Abrechnung. Wie viel kostet also künftig die Nutzung von VMware-Produkten?

Dafür muss man zwei Dinge beachten:

  • Erstens wird künftig für die Nutzung von VMware-Produkten pro Prozessorkern (Core) bezahlt.
  • Zweitens müssen je CPU mindestens 16 Cores lizenziert werden.

Beides kann sich mitunter deutlich auf die Gesamtkosten auswirken.

Auswirkungen auf VMware-Kunden

Vorweg sei erwähnt, dass die neue Preisstruktur nicht pauschal alle Kunden und User gleichermaßen betrifft. Die Auswirkungen auf Unternehmen sind vielfältig und betreffen vor allem Betreiber eigener Rechenzentren. Dabei zeichnet sich ab, dass besonders im Legacy-IT-Bereich teils drastische Erhöhungen der Lizenzkosten zu erwarten sind. Veraltete IT-Systeme und Architekturen mit weniger als den mindestens zu lizenzierenden Cores sowie Applikationen, die auf VMware-Technologie angewiesen sind, kommen in Bedrängnis aufgrund des neuen Lizenzmodells. Hier sind im schlimmsten Fall ganze Business-Modelle in Gefahr, etwa weil die Höhe der Kosten nicht einkalkuliert war oder eine Weiterverrechnung an Kunden nicht ohne weiteres möglich ist. Eine Modernisierung ist in diesem Fall unumgänglich, auch um weiterhin wirtschaftlich agieren zu können.

VMware-Alternativen, Maßnahmen, konkrete Schritte – Das sind unsere Empfehlungen

Sollten sich Unternehmen nach Hypervisor-Alternativen umsehen? Wie können Kosten nun reduziert und wie bestehende VMware-Setups optimiert werden? Diese und weitere Fragen erreichen uns aktuell beinahe täglich und auch wenn jede Kundensituation individuell betrachtet werden muss, so gibt es doch eine klare Empfehlung für ein nachhaltiges Vorgehen.
plusserver Icon Wachstum

Optimieren

Realistisch betrachtet, bleibt VMware als Enterprise-Virtualisierungslösung in vielen Unternehmen weiter gesetzt. In diesem Fall gilt es, die effiziente Nutzung der Host-Systeme zu forcieren. Sind die einzelnen Systeme entsprechend optimal ausgelastet? Lässt sich wenig genutzte Hardware möglicherweise konsolidieren und damit der Wirkungsgrad steigern? Mit einem kritischen Blick auf die einzelnen Ressourcen hinsichtlich der Notwendigkeit – unter dem Gesichtspunkt der veränderten Lizenzierungsgrundlage – kann bereits einiges an Kosten reduziert werden.
plusserver Icon pluscloud VMware

Modernisieren

Die aktuelle Situation sollte zum Anlass genommen werden, um über eine konsequente IT-Modernisierung nachzudenken. Müssen meine Workloads wirklich auf einer dedizierten Private Cloud im eigenen Rechenzentrum laufen oder ist die Verlagerung in ein flexibles VMware Public Cloud Offering nicht doch eine Option? Unternehmen, die an ihrer gewohnten VMware-Umgebung festhalten wollen, müssen dabei nicht auf die Vorteile der Cloud verzichten. Ob nun für verbesserte Performance, Zuverlässigkeit oder Ausfallsicherheit der Anwendungen: Mit einer Bestandsaufnahme der Ausgangslage sowie der Bestimmung des langfristigen Bedarfs ist der erste Schritt in eine nachhaltige Modernisierung getan.

RGB onboarding

Abhängigkeiten von Lizenzen verringern

Jene Unternehmen, die im Zuge der aktuellen Entwicklung vor allem das Thema Herstellerabhängigkeit umtreibt, sollten sich mit der Frage beschäftigen, wie ihre Anwendungen in Zukunft entwickelt und betrieben werden sollen. Schließlich sind VMs nicht die einzige Möglichkeit der Virtualisierung. Für Container beispielsweise übernimmt diesen Job eine Plattform wie Kubernetes. Bei plusserver nutzt bereits eine Vielzahl von Kunden eine duale Plattformstrategie mit unserer pluscloud VMware und unserer Kubernetes-Plattform, um dort Applikationen zu entwickeln. Andere gehen noch einen Schritt weiter und setzen mit der pluscloud open und der plusserver Kubernetes Engine auf vollständige Souveränität sowie Lizenz- und Plattformunabhängigkeit.

Fragen zu Ihrem aktuellen VMware-Setup?

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Über den Autor

Manuel Ohnacker ist Anfang 2022 bei plusserver eingestiegen und seit Januar 2023 als Chief Sales Officer tätig. Er ist verantwortlich für die Vertriebsstrategie und die Kunden- und Partnersegmente des plusserver-Ökosystems sowie die Identifizierung neuer Märkte. Manuel Ohnacker bringt über 25 Jahre Erfahrung aus der IT-Branche mit. Datacenter-Architekturen und Cloud-Technologien zählen zu seinen Spezialitäten, Unternehmens- und Geschäftsentwicklung, Change Management sowie Partnerbusiness sind seine Leidenschaft.

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