Container-Orchestrierung erleichtert Entwicklern die Arbeit mit modernen, containerbasierten Anwendungen.

Container sind aus der IT nicht mehr wegzudenken und wer Container nutzt, befasst sich in den meisten Fällen auch mit Container-Orchestrierung. Buchstäblich wie in einem Orchester sorgt diese als Dirigent für das harmonische Zusammenspiel der Vielzahl an Containern und Microservices. Auch passend ist das Bild des Steuermanns, der auf Griechisch Kubernetes genannt wird. Dieser Name steht für eine riesige Entwickler-Community und den Quasi-Standard der Container-Verwaltung.

Warum braucht man Container-Orchestrierung?

Um die Bereitstellung, Verwaltung, Skalierung und Vernetzung einer Vielzahl von Containern zu vereinfachen oder sogar möglichst weitgehend zu automatisieren.

Wozu werden Container genutzt?

Durch die fortschreitende Digitalisierung müssen Unternehmen neue Anwendungen, Erweiterungen und Updates immer schneller auf den Markt bringen. Um dies zu vereinfachen, wird Software inzwischen viel modularer aufgebaut als noch vor einigen Jahren. Moderne Anwendungen basieren heute zum Großteil auf sogenannten Microservices – also einer Vielzahl kleiner, unabhängiger Modul-Services. Jeder dieser Microservices hat eine dedizierte Aufgabe, zum Beispiel den Warenkorb eines Webshops bereitzustellen. Container dienen als „Verpackung“ dieser verschiedenen, eigenständigen Microservices. Der Vorteil: Funktionen einer Anwendung können unabhängig voneinander weiterentwickelt oder weitere hinzugefügt werden, ohne dass jedes Mal die komplette Applikation angefasst werden muss.

Welche Vorteile haben Container?

Ein Container enthält eine ganze Applikation inklusive aller Abhängigkeiten wie Bibliotheken und Konfigurationsdateien. Er stellt damit die komplette Laufzeitumgebung der Anwendung in nur einem Paket bereit. Da sich mehrere Container einen Betriebssystemkern teilen, benötigen sie im Vergleich zu virtuellen Maschinen sehr wenig Ressourcen wie Rechenleistung, Hauptspeicher und Speicherplatz. Auf einen Server passen so beispielsweise sehr viel mehr Container als virtuelle Maschinen.

Zudem bieten Container Entwicklern ein höheres Maß an Portabilität. Denn sie können in jeder beliebigen Umgebung betrieben werden. Developer haben damit die Möglichkeit, Anwendungen und containerisierte Workloads leichter zwischen verschiedenen Umgebungen, wie beispielsweise Cloud-Plattformen, hin- und herzuschieben. Durch die Unabhängigkeit vom zugrundeliegenden Betriebssystem ist es dazu auch nicht nötig, viel neuen Code zu schreiben. Das steigert letztlich auch die Produktivität der Developer, weil sie sich voll und ganz auf die eigentliche Entwicklung fokussieren können.

Wer braucht Container-Orchestrierung?

Im Grunde fast jedes Unternehmen, das Container produktiv einsetzt. In Produktivumgebungen bestehen die meisten Anwendungen aus sehr vielen Microservices und Containern. Diese können zusätzlich über unterschiedliche virtuelle und physische Hosts verteilt sein. Das heißt, sie laufen entweder im eigenen Rechenzentrum oder in Cloud-Umgebungen oder auch in beiden. Dies alles manuell zu verwalten wäre extrem zeitaufwendig und komplex.

Mit Container-Orchestrierung lassen sich komplexe Anwendungen managen, die aus vielen Containern bestehen und auf unterschiedlichen Clustern oder Hosts laufen. Lösungen für die Orchestrierung von Containern ermöglichen so die automatisierte Bereitstellung, Verwaltung und Skalierung von containerbasierten Anwendungen.

Wie funktioniert Container-Orchestrierung?

Kubernetes gilt heute als die beliebteste und ausgereifteste Lösung für die Container-Orchestrierung. Das Open-Source-System basiert auf einer Master-Slave-Architektur und besteht aus mehreren Komponenten wie Kommandozeile, Web User Interface und APIs. Der Master steuert mit seinen Komponenten sogenannte Nodes – auch Worker genannt. Auf diesen Nodes laufen die Container. Mehrere Container werden in einem Pod zusammengefasst.

Kubernetes stellt sicher, dass alle in den Pods befindlichen Container auf die Worker ausgerollt werden. Im Falle von Ausfällen oder extremen Lastsituationen verteilt das System die Pods/Container eigenständig auf die weiteren Worker im Cluster. So stellt Kubernetes sicher, dass die Container eines Deployments immer dort eingesetzt werden, wo die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung stehen.

Gibt es auch Container-Orchestrierung „as a Service“?

Ja, es gibt bereits Anbieter, die Container-Orchestrierung auch als Service offerieren. Hierzu zählen Managed Cloud Provider wie beispielsweise plusserver. Sie bieten Bereitstellung, Wartung und Verwaltung des kompletten Lifecycles von containerisierten Umgebungen an.

Welche Vorteile bietet Container-Orchestrierung „as a Service“?

Mit Container-Orchestrierung als Service erhalten Unternehmen maximale Flexibilität und Portabilität für ihre Anwendungen. Sie können damit ihre IT agiler aufstellen und ihre Prozesse beschleunigen bzw. automatisieren. Die Unterstützung durch einen erfahrenen Service Provider ermöglicht Unternehmen vor allem den leichten Einstieg in die Container-Technologie.

Zudem können sich die Unternehmen voll und ganz auf die Entwicklung ihrer Anwendungen fokussieren. Denn sie müssen sich nicht um darunter liegende Systeme und Infrastruktur kümmern. Vielmehr übernimmt der Service Provider Aufgaben wie Setup, initiale Konfiguration, Betrieb und Verfügbarkeit der Umgebung.

Container-Orchestrierung „as a Service“ hilft auch dabei, eine kontinuierliche und automatisierte Software-Entwicklung und -Bereitstellung zu realisieren. Entwickler können dann mit einer CI/CD-Umgebung auf Basis von Managed Kubernetes neue Anwendungsversionen kontinuierlich ausrollen und Innovationszyklen verkürzen. Darüber hinaus offerieren Managed Cloud Provider wie plusserver den Betrieb der gemanagten Container-Orchestrierung auf unterschiedlichen Cloud-Plattformen. Unternehmen können wählen zwischen AWS, Google Cloud, deutscher pluscloud oder pluscloud open – einer europäischen Open Source Cloud.

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