Was ist Managed Hosting?

Wer als Unternehmen nicht selber einen Server in seinen Räumlichkeiten aufstellen möchte, greift auf die Angebote eines Hosting-Anbieters zurück. Dieser stellt seinen Kunden IT-Ressourcen in einem Rechenzentrum bereit und kümmert sich um die Anbindung an das Internet. Zudem bietet er häufig zusätzliche Services wie Domains, SSL-Verschlüsselung, E-Mail-Dienste etc.  Noch einen Schritt weiter geht, wer auch das Server-Management vom Anbieter bezieht. Man spricht dann von Managed Hosting. Denn nun ist es die Aufgabe des Providers, stets für aktuelle und verfügbare Systeme zu sorgen.

Die individuelle Managed-Lösung kann sich aus unterschiedlichen Produkt-Bausteinen zusammensetzen. Mit verschiedenen Service-Levels, die von Self-Managed bis All-Inclusive reichen, erhält der Kunde zusätzlich genau das Maß an Unterstützung, was er braucht.
Die individuelle Managed-Hosting-Lösung setzt sich aus unterschiedlichen Produkt-Bausteinen zusammen. Durch verschiedene Service-Levels erhält der Kunde zusätzlich genau das Maß an Unterstützung, das er braucht.

Beim Hosting reichen die Angebote von einfachem Webspace bis hin zu virtuellen und dedizierten Servern. Der Unterschied liegt hier darin, wie viele Kunden sich jeweils die physische Hardware teilen. Von tausenden (Webspace) über mehrere (Virtual Server) bis hin zu nur einem (Dedicated Server).  Während sich Webspace mit Hilfe spezieller Tools des Anbieters in der Regel auch von Laien leicht pflegen lässt, benötigt ein Server gewisse Fachkenntnisse. Sonst besteht die Gefahr, dass er häufig nicht erreichbar ist oder gar gehackt wird.

Beim „unmanaged“ Hosting ist der Kunde selber für die Verwaltung seines Servers verantwortlich. Er muss wissen, was er tut und auch die nötige Zeit für die Serverpflege aufbringen. Beim Managed Hosting kümmert sich hingegen der Anbieter um die komplette Serververwaltung. Der Kunde wird von diesen Aufgaben entlastet und kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

So übernimmt ein Managed Hosting Provider in der Regel die Einrichtung und Konfiguration der Hardware und des Betriebssystems. Er kümmert sich um das Patch Management und Systemwartung, den Austausch von defekter Hardware sowie die Durchführung von Systemupdates. Durch ein 24/7-Monitoring werden Fehler schnell erkannt und behoben.

Managed Hosting ist nicht gleich Managed Hosting

Viele Hosting-Anbieter  betreiben für ihre Kunden auch einzelne virtuelle oder dedizierte Server als Managed Server. Die Stärke spezialisierter Managed Hosting Provider liegt jedoch vor allem im Lösungsgeschäft für Unternehmenskunden. Ganze Systemlandschaften und individuelle Lösungen werden hier für den Kunden bereitgestellt. Daher bieten spezialisierte Anbieter auch ergänzende Lösungen und Services an. Einige Beispiele: Load Balancer, CDN, Backups, Storage oder DDoS-Schutz.

Auf solch komplexen Setups laufen häufig geschäftskritische Anwendungen. Deren Ausfall kann schnell zu hohen Verlusten führen. Ein Managed-Hosting-Anbieter garantiert seinen Kunden, dass deren Infrastruktur stets verfügbar ist. Seine Garantie hält er in einem Service Level Agreement fest. Wird dieses nicht eingehalten, steht der Provider dafür gerade.

Wofür wird Managed Hosting empfohlen?

  • Laststarke Websites und unternehmenskritische Webapplikationen
  • Hohe Ansprüche an die Ausfallsicherheit, Performance und Flexibilität
  • Individuelle Lösungen, die genau auf den Bedarf eines Unternehmens zugeschnitten sind

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