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Keine Zukunft ohne IT. Aber wohin geht die Reise der IT in der Zukunft?

Wie bewerten IT-Entscheider die Zukunft der IT? Dieser Frage ging Lünendonk unter anderem in der Studie "Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland“ nach. In den letzten Jahren standen bei Unternehmen Themen wie Digitalisierung, Optimierung der Bestands-IT sowie Cloud-Migration im Vordergrund. Die Corona-Pandemie trug in diesem Bereich zu einer gewissen Beschleunigung der Umsetzung bei.

Neue Themen tauchten ebenfalls am Horizont auf: Einerseits sehen die Analysten hier den Umbau zu datenbasierten Unternehmen als Fokusthema. Dabei geht es darum, Geschäftsprozesse via Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotics zu steuern. Zudem rückt die Entwicklung datenbasierter Geschäftsmodelle im Kontext von E-Commerce, Plattformökonomie, KI und IoT (Internet of Things) auf die Agenda.

Nicht zu vernachlässigen sind in diesem Zusammenhang auch die Themen Fachkräftemangel sowie Cybersecurity. Denn sie gehören quasi als „zweite Seite der Medaille“ zu den aktuellen Entwicklungen. Als Trendthemen für 2021/2022 sehen die Analysten weiterhin Cloud-Transformation, Digital Sales und Plattformen sowie Digital Workplace.

In welchen Bereichen werden Unternehmen in IT investieren?

Hier nimmt, wenig verwunderlich, Cybersecurity und damit auch Cloud-Sicherheit einen festen Platz ein. Für 79 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen sowie Konzerne ist Cybersecurity ein Investitionsschwerpunkt in diesem und dem nächsten Jahr. Denn den Unternehmen ist sehr bewusst, dass die zunehmende Digitalisierung auch mehr potenzielle Angriffspunkte mit sich bringt.

Spezielles Augenmerk sollten Unternehmen also darauf legen, vor allem ihre bestehenden Anwendungen und veralteten IT-Systeme zügig zu modernisieren. Und so wollen 71 Prozent der Befragten auch sehr stark bis stark in die Modernisierung ihrer IT investieren. 49 Prozent der Unternehmen planen dazu, intensiv in die Migration der IT-Landschaft in die Cloud zu investieren. 48 Prozent der Befragten wollen sehr starke bis starke Investitionen in die Modernisierung der ERP-Systeme tätigen. Das ist besonders für SAP-Kunden wichtig, da der Hersteller spätestens 2030 die Wartung der bisherigen ERP-Produkte beendet.

Investitionen in den Digital Workplace werden ebenfalls vorangetrieben. So wollen 72 Prozent der Unternehmen sehr stark bis stark in diesem Bereich investieren; besonders Konzerne mit mehr als einer Milliarde Euro Umsatz. Offenbar nehmen viele Unternehmen die Pandemie zum Anlass, vermehrt über neue Wege in der Gestaltung des Arbeitsplatzes der Zukunft nachzudenken. Für viele Berufe scheint eine vollständige Rückkehr zur Präsenzpflicht eher unwahrscheinlich. Stattdessen werden sich hybride Modelle durchsetzen. Das bedeutet wiederum für die IT der Zukunft, dass es wichtiger wird, diese Arbeitsplätze zu digitalisieren, zu flexibilisieren sowie abzusichern.

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Werden Daten das neue Gold?

Hier kann man wohl mit einem klaren „ja“ antworten. Egal ob digitale Geschäftsmodelle, individuellere Kundenansprache oder Prozessoptimierung - die entsprechenden Daten bilden die Basis. Geschäftliche Entscheidungen werden zunehmend basierend auf Daten und Vorhersage-Modellen getroffen. Immerhin 62 Prozent der Befragten planen, bereits im Zeitraum bis 2022 im Bereich Data Analytics zu investieren. 51 Prozent der Unternehmen möchten ihre Ausgaben für Prozessautomatisierung und Erhöhung der Prozesseffizienz stark bis sehr stark erhöhen.

Darüber hinaus wird der Aufbau digitaler Vertriebskanäle für die Unternehmen immer wichtiger. Denn die so gewonnen Daten helfen, die Kunden besser zu verstehen und sie sehr individuell anzusprechen. Für 47 Prozent der Unternehmen stehen bereits Investitionsplanungen in diesem Bereich mit auf dem Plan.

Gerade bei Industrieunternehmen rücken datenbasierte, digitale Geschäftsmodelle ganz oben auf die Agenda. Sie erhoffen, sich damit neue Umsatzquellen zu erschließen und ihre bestehenden Prozesse datengesteuert zu optimieren. Beispiele in diesem Bereich sind Predictive Maintenance sowie Qualitätssicherung. Auch sogenannte Over-the-Air-Updates fallen in diese Kategorie. Hierbei können Softwareupdates in Fahrzeugen oder Haushaltsgeräten via WLAN oder Mobilfunknetz durchgeführt werden.

In diesem Zusammenhang gewinnt auch Edge Computing an Bedeutung. Dabei geht es um eine möglichst in Echtzeit vorgenommene Datenanalyse direkt am Ort der Datenerhebung - beispielsweise in einer digitalen Fabrik. Mit Sensoren ausgestattete Maschinen liefern direkt vor Ort wichtige Daten, die für die Produktion oder eine vorausschauende Wartung genutzt werden. Insgesamt planen derzeit 52 Prozent der Unternehmen hohe Investitionen in das Industrial Internet of Things (IIoT) bzw. die digitale Fabrik.

Gibt es Software zukünftig nur noch aus der Cloud?

Überwiegend. Darüber ist sich die Mehrheit der befragten Unternehmen unabhängig ihrer Größe so gut wie einig - nämlich 53 Prozent. Weitere 24 Prozent stimmen dieser Aussage mit Einschränkungen zu. Hinzu kommt, dass die meisten Softwareanbieter zunehmend eine klare SaaS-Strategie (Software as a Service) verfolgen und nutzungsbasierte Lizenzmodelle anbieten.

Weitere 38 Prozent der Anwenderunternehmen sind der Meinung, dass Software zukünftig zum Großteil „Cloud-nativ“ entwickelt wird. Sie stimmen dieser Aussage eher oder vollständig zu. Ebenfalls 38 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass DevOps zum Standardkonzept für Softwareentwicklungsprozesse wird.

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Schreitet die Cloud-Transformation noch weiter voran?

Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen möchte das Budget für Cloud-Investitionen auch im nächsten Jahr weiter ausbauen: 69 Prozent der Befragten möchten Ausgaben im Bereich Softwareentwicklung in der Cloud tätigen. 70 Prozent möchten in Bezug auf den IT-Betrieb in die Cloud investieren.

So beliebt die Cloud ist - nicht alle Unternehmen wollen ihre IT-Ressourcen zu 100 Prozent aus der Public Cloud beziehen. Die Mehrheit der Unternehmen setzt stattdessen auf einen Hybrid-Cloud-Ansatz. So können unternehmenskritischere IT-Ressourcen entweder in einem eigenen Rechenzentrum vor Ort oder in einer Private Cloud bereitstehen. Den Rest der IT-Ressourcen beziehen die Unternehmen aus einer Public Cloud. Dabei wird die Public Cloud vor allem für daten- und rechenintensive Dienste und Anwendungen wie KI oder Machine Learning genutzt.

Fazit: Partner für IT-Transformation immer wichtiger

Die aktuelle Lünendonk-Studie zeigt, dass die befragten Unternehmen allesamt die digitale Transformation beschleunigen. Außerdem wollen sie sich vermehrt mit Innovationen und Zukunftsthemen beschäftigen. Eine Herausforderung dabei wird der nach wie vor hohe Fachkräftemangel sein. Denn gerade in Bereichen wie Cybersecurity, Cloud, Softwareentwicklung, Data Analytics und KI fehlt es weiterhin an Experten.

Für die Unternehmen werden Dienstleister wie Managed Cloud Provider deshalb zunehmend zu strategischen Partnern. Laut Lünendonk werden Unternehmen und Service-Partner zukünftig noch enger zusammenarbeiten und neue Geschäftsmodelle gemeinsam entwickeln. Dies gilt auch für die Zusammenarbeit im IT-Betrieb und besonders für das Management von Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen. Hier können Managed Cloud Provider zum Sparringspartner werden, der die komplexer werdenden IT-Plattformen betreut. Dadurch können sich die Unternehmen verstärkt auf die Entwicklung neuer digitaler und datenbasierter Geschäftsmodelle fokussieren.

Auch für die Service-Partner gilt es deshalb, sich entsprechend zügig weiterzuentwickeln. Sie müssen in Zukunft noch mehr über nachweisliche technologische Kompetenz verfügen und das Geschäft ihrer Kunden perfekt beherrschen. Denn sie stehen zunehmend direkt an der Schnittstelle zwischen komplexen und unternehmenskritischen Deployment-Modellen und den Geschäftsprozessen der Kunden.

Fit für die IT der Zukunft? Die Experten von plusserver beraten Sie gern.

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